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Vulamasango bedeutet in der Sprache der Xhosa „offene Tore“. Vulamasango, eine „Non-Profit Organisation“ (NPO) mit Sitz in Kapstadt, will ihre Tore für Waisenkinder aus den Townships von Kapstadt öffnen und ihnen ein neues Zuhause und eine neue Zukunft geben. Zentrales Ziel von Vulamasango und seinem deutschen Förderverein Positiv Leben e.V. ist es, ein Waisenhaus für Kinder zu gründen und zu betreiben, deren Eltern verstorben sind oder aus anderen Gründen nicht mehr in der Lage sind, für ihre Kinder zu sorgen.
Die einzelnen Komponenten von Vulamasango:
WAISENHAUS
(Gründung voraussichtlich Januar 2011)
Aufnahmekriterien
Aufgenommen werden Kinder im Alter zwischen 0 bis 16 Jahren, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder ethnischer Herkunft. Es soll ausdrücklich gewährleistet sein, auch HIV-positive Kinder aufnehmen zu können.
Wohnform
Die Kinder werden in Gruppen von maximal 10 Kindern in Hausgemeinschaften mit je zwei Hauseltern zusammenleben. In dieser Gemeinschaft soll der Tagesablauf nach dem Prinzip einer Familie gemeinsam gestaltet werden. Durch das tägliche Miteinander kann sich das Kind entfalten und ein Familienleben mit enger emotionaler Zusammengehörigkeit aber auch mit Pflichten für die Gemeinschaft erleben.
Schule & Ausbildung
Die Kinder werden, abhängig von ihren kognitiven Fähigkeiten, die bestmögliche Schulausbildung erhalten. Darüber hinaus bieten wir am Nachmittag in unserem bereits bestehenden Kinderhort (siehe unten) eine breit gefächerte Auswahl an Aktivitäten für eine ganzheitliche Freizeitgestaltung und die Aneignung praktischer Fähigkeiten an. Nach dem Schulabschluss soll den Kindern eine Berufsorientierung in Form von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen vermittelt werden, so dass eine Integration in eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung ermöglicht wird. Es sollen externe Ausbildungsplätze (Förderung von höherer Bildung und Hochschulzugang) ermöglicht, und im Rahmen der Farmwirtschaft sowie in sozialen- und pädagogischen Bereichen projektinterne Ausbildungsplätze geschaffen werden (Werkstätte, Landwirtschaft, sozialer Bereich, Computer- & IT Bereich). Auch für unsere Mitarbeiter soll es im pädagogischen, medizinischen und landwirtschaftlichen Bereich diverse Fortbildungsmöglichkeiten geben.
KINDERHORT
(seit Oktober 2009)
Derzeitig wird der Hort von 15 Kindern aus dem alten Projekt Indawo Yentsikelelo und ab Januar 2010 von weiteren 25 Kindern der benachbarten Townships Samorra Machel und Philippi als Kindertagesstätte besucht. Diese Kinder sind meist Halb- oder Vollwaisen, haben aber noch eine Unterkunft bei ihren Müttern, Verwandten oder Nachbarn. Oft kommen sie aber aus sozial schwierigen Verhältnissen und sind Dingen wie Armut, Gewalt, Missbrauch und Vergewaltigungen ausgesetzt. Der Hort bietet ihnen nicht nur Sicherheit vor den Gefahren der Townships, sondern auch Bildung, Hausaufgabenbetreuung, Lesegruppen, Sport und Akrobatik. In Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern bieten wir Workshops in den Bereichen bildende Künste, Musik, Tanz und Theater an. Zusätzlich erhalten die Jugendlichen Aufklärung zu Themen wie HIV/Aids, Frauenrechte, kultureller Identität und ein therapeutisches Angebot, um ihre oft tiefgreifenden Traumata zu verarbeiten.
KINDERGARTEN
(seit Februar 2010)
Unsere beiden Kindergärtnerinnen, von denen eine die waldorfpädagogische Ausbildung absolviert hat, leiten seit Februar 2010 einen Kindergarten für 40 Kinder aus dem benachbarten Township Samorra Machel. Ähnlich wie die Hortkinder kommen auch diese aus sozial schwierigen Verhältnissen, wohnen jedoch weiterhin außerhalb. Nach der Gründung des Waisenhauses soll der Kindergarten für die auf dem Grundstück lebenden Kinder erweitert werden.
FARMBETRIEB, BIOLOGISCHE GÄRTNEREI
(derzeitig in Planung)
Unser Konzept sieht die Integration der Familien in einen Farmorganismus vor. Das Gelände bietet ausreichend Fläche, um Gemüse, Kräuter und Obst anzubauen. Wichtig ist dabei der pädagogisch-therapeutische Wert durch die Arbeit mit der Natur, welche den Kindern dabei helfen soll, Bewusstsein und Verantwortung im Umgang mit Ihrer Umwelt zu entwickeln. Eine Baumschule, in der Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden können und durch die das Projekt ein regelmäßiges Einkommen zum Decken der laufenden Kosten erzielen soll, ist derzeitig in Planung.
MEDIZINISCHES VERSORGUNGSZENTRUM
(Gründung nach Aufbau der ersten Waisenhaus Einheit)
Über die medizinische Notfallversorgung hinaus sollen Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge mit Schwerpunkten im Bereich der HIV-Prävention sowie der Entwicklungsdiagnostik durchgeführt werden. 2 - 3 Mal pro Jahr sollen ganzheitlich orientierte Befunde zum allgemeinen Gesundheitszustand sowie zur statomotorischen und mentalen Entwicklung der Kinder erhoben und therapeutische Strategien besprochen und eingeleitet werden. Die medizinische Behandlung der Kinder wird neben der Schulmedizin komplementärmedizinische und naturheilkundliche Ansätze mit einem besonderen Bezug zu einheimischen Heilpflanzen als wesentliche therapeutische Ergänzung beinhalten.
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